Verkehrskonzept der IG Freienbrink

zur Vorlage beim Ausschuss für Ordnung, Natur- & Umweltschutz, Tourismus, Gewerbe und Verkehr und zur Vorlage beim Landrat Oder-Spree

Übersicht

  1. Ist- Zustand der Ortsdurchfahrt
  • Beobachtungen und Erfahrungswerte
  • Problemstellung
  • Lösungsansätze
  1. Ist- Zustand der Ortsdurchfahrt

Die Ortsdurchfahrt Freienbrink bietet eine gute Anbindung in alle Richtungen.

Die Hauptstraße weist von Montag bis Freitag in der Zeit von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor der Kindertagesstätte von 30 km/ h aus. Die Kurve in Richtung Spreeau weist beidseitig eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/ h aus. Im restlichen Ort darf, bis auf den Abschnitt der Dorfstr. 17 und 18, 50 km/ h gefahren werden.

Die Straße befindet sich in einem guten Zustand.  Ein Rad- oder Gehweg ist im gesamten Ort nicht vorhanden.

  • Beobachtungen und Erfahrungswerte

Sobald der erste Schichtwechsel bei den ortsansässigen Großfirmen wie Edeka oder Lidl erfolgt, nimmt der Verkehr im Ort zu bestimmten Zeiten massiv zu, beispielsweise morgens gegen 5:00 Uhr bis 5:45 Uhr.

Ab Ortseingang Freienbrink aus Richtung Spreeau kommend, ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/ h mit dem Zusatzschild „Kurve“ ausgewiesen. Dieses hebt sich sofort nach Passieren der Kurve auf. Von dort an ist für zirka 50 Meter die Geschwindigkeit 50 km/ h zulässig um dann erneut wegen der Kita auf 30 km/ h gesenkt zu werden.

Hier ist zu beobachten, dass beidseitig (besonders gefährlich in Richtung Dorfmitte) sofort nach Passieren der Kurve das massive Beschleunigen eines jeden Fahrzeuges zu verzeichnen ist, Busse, LKWs, PKWs, Motorräder etc.

Von Seiten des Kreisels kommend besteht eine Geschwindigkeitsbegrenzung ab Hsnr.  23 zur Kita hin, wird durch die abzweigende Dorfstraße (zu den Hausnummern 31, 32, 33 und 34c,d,e,g,h,i) für 100 m aufgehoben um dann,  für die gefährliche Kurve in Höhe Dorfstr. 34 b wie in der Gegenrichtung hoch und in der Kurve wieder herab gesetzt zu werden.

Die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern ist stark gemindert. Insbesondere Schulkinder auf dem Weg zum Bus, Familien auf dem Weg zur und von der Kita sowie Senioren sind besonders gefährdet. Viehtrieb ist nur beschränkt möglich und sehr riskant.

Zudem bedeutet es eine massive Verschlechterung der Schlaf- und Wohnqualität der Anwohner.

Der Neubau der K6755 von der Feuerwehr Spreeau bis zum Ortseingang Freienbrink mit Erhöhung der Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 auf 80 km/h hat die Straße als Abkürzung auf dem Weg vom GVZ Freienbrink zur A 12 (und umgekehrt) attraktiver gemacht. Das spürt man besonders nach dem Ortseingang aus Richtung Spreeau.

Auch in Richtung Spreeau fahrend ist zu beobachten, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/ h vor der Kindertagesstätte sowie in der Kurve in Richtung Spreeau nicht eingehalten wird. Hier wird in der Kurve ab der Dorfstraße 3 derart beschleunigt, dass es zu einer massiven Lärmbelästigung zu jeder Tages- und Nachtzeit führt.

Zudem wird die Ortsdurchfahrt Freienbrink sehr gern von Fahrzeugen aller Art, hier auch LKWs mit einem Gewicht über 12,5 t, ja selbst von 40 Tonnern und Sattelzügen als Umleitung bei Staus oder Verkehrsbeeinträchtigungen auf den Bundesautobahnen 10 oder 12 genutzt.

Es ist ein reger Wochenend- und Ferienverkehr, hier von Ausflüglern per Rad oder Inline Skates, zu verzeichnen. Gerade zu diesen Zeiten, in denen die Ausflügler unterwegs sind, gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 km/ h, da diese vor der Kindertagesstätte nur von Montag bis Freitag gilt. Hier ist kein sicheres Passieren und Bewegen auf der Straße von Fußgängern wie Senioren, Kindern oder auch Familien mit Kinderwägen möglich. Da kein Gehweg vorhanden ist, sind alle Fußgänger gezwungen, sich auf der Fahrbahn zu bewegen. Hier sehen wir die Sicherheit der Menschen massiv gefährdet,

da viele der Kraftfahrzeugführer eher mit einer Geschwindigkeit von 60 bis 70 km/ h durch den Ort fahren.

  • Problemstellung

Wir als Interessengemeinschaft Freienbrink und Anwohner der Ortschaft blicken hier der Inbetriebnahme des Teslawerkes sorgenvoll entgegen. Viele Verkehrsteilnehmer nutzen jetzt schon von der Bundesautobahn 12 kommend, nicht wie angenommen die L 23 und die L 38, um ins GVZ und zu Tesla zu gelangen, sondern die Ortsdurchfahrt Freienbrink als Abkürzung und (generelle) Umfahrung bestehender Staus.

Bei Eröffnung des Werkes rechnen wir hier mit einer drastischen Erhöhung des Pendlerverkehres durch unseren Ort.

So wäre die angestrebte Tonnagen- und Geschwindigkeitsbegrenzung keine wirksame und ausreichende Lösung, um Anwohner vor Sicherheitsrisiken, Lärm- und Abgasbelästigung und durchgängigem Verkehr zu schützen.

Während sich viele andere Ortschaften eine Umgehungsstraße wünschen, ist sie in diesem Fall bereits in Form der L 23 bzw. L 38 vorhanden. Auch die Umfahrung über die A12 – Dreieck Spreeau – A10 stellt eine Alternative dar. Im Verkehrskonzept, welches in Zusammenhang mit der 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 13 „Freienbrink Nord“ veröffentlicht wurde, wird darauf abgezielt, dass der Verkehr überwiegend über die A 10 zum Tesla-Gelände geführt wird. Weitere Entlastung soll die neue Verbindungsstraße L 386 zwischen A 10 und L 23 nördlich des Tesla-Geländes bringen.

Derzeit sind die umliegenden Straßen nur mäßig befahren und trotzdem wird die Route durch unseren Ort gewählt. Mit Eröffnung der Gigafactory befürchten wir Engpässe auf der A 10 / A 12, aber auch auf der L 38. Dadurch wird sich der Durchgangsverkehr in der Ortslage Freienbrink weiter erhöhen!

  • Lösungsansätze

Durch den Kreis ist die Umwidmung zur Gemeindestraße beabsichtigt. Das wird das Verhalten der Verkehrsteilnehmer aber nicht beeinflussen. Daher haben wir als IG Freienbrink als Lösungsvorschlag die Festsetzung als Anliegerstraße entwickelt. Der durch den Landkreis beabsichtigte Neubau der Ortsdurchfahrt Freienbrink wäre verzichtbar, weil die vorhandene Straße nur noch geringer Beanspruchung ausgesetzt wäre.

Als mögliche Lösung für das Problem des Durchgangsverkehrs und der Vermeidung der Nutzung der K 6755 als Umfahrungsstrecke der Bundesautobahnen bzw. der Landstraßen schlagen wir die Beschilderung „Verbot der Einfahrt“ mit der Zusatzbeschilderung „Anlieger frei“ vor.

Hierfür stellen wir uns folgende Standorte vor:

  • am Kreisel des Ortsausganges in Richtung Jägerbude zum Dorfkern hinzeigend
  • am Ende des GVZs in Richtung des Ortskernes
  • am Ortseingang Freienbrink aus Richtung Spreeau kommend
  • in Spreeau gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Hinweis, dass der Weg bis Sieverslake passierbar ist

Gut wäre es, wenn aus Richtung Mönchwinkel kommend die Verkehrsteilnehmer vor Passieren der Kreuzung auf die weitere Verkehrsführung hingewiesen werden.

In der Ortschaft wäre auch eine zusätzliche Beschilderung der „Zone 30“ denkbar, um im gesamten Ort eine gleichbleibende Geschwindigkeitsbegrenzung zu erreichen.

Hierzu wünschen wir uns noch die zusätzliche Beschilderung „Radfahrer frei“, um den Radtourismus nicht zu unterbinden und den Menschen weiterhin die Möglichkeit zu geben, unsere Natur als Erholung für sich zu nutzen.

Mit dieser Beschilderung und gegebenenfalls wiederkehrenden Kontrollen durch die Gemeinde oder die örtliche Polizei können wir die Anwohner vor dem sie überrollenden Verkehr schützen und gleichzeitig Kosten sparen, da hier dann weder ein Ausbau der K 6755 noch die Anlegung eines Gehweges notwendig wären.

Durch bereits eingeholte Erkundigungen bei der Polizei raten wir dazu, im Ort eine Geschwindigkeitsanzeigetafel anzubringen, um jedem Fahrzeugführer seine aktuelle Geschwindigkeit vor Augen zu führen.

Durch dieses Konzept wäre die Entschleunigung des Durchgangsverkehres gegeben, aber die Anbindung der Anwohner an die Landesstraßen und Bundesautobahnen nicht eingeschränkt. Das Anfahren der Bushaltestellen durch den Busverkehr Oder- Spree wäre uneingeschränkt möglich.

Laut Aussage vom Landrat, wird die Straße zur Gemeindestraße abgestuft, da Ihre Wichtigkeit sich nicht verändert hat (Siehe Schreiben im Anhang, Abbildung 3) und der neugebaute Kreisverkehr im Schlehenweg soll nur als Wendemöglichkeit dienen und die LKWs nicht in den Ort leiten. Demzufolge ist eine Anliegerstraße sinnvoll, um diese Ansätze auch durchzusetzen.

Von großem Vorteil wäre es, wenn wir mit Ihnen als Ausschuss, der Gemeinde Grünheide (Mark) als zukünftigem Träger der K 6755, dem Landkreis Oder- Spree als aktuellem Träger und dem Straßenverkehrsamt im Gespräch sein könnten, um an einem „runden Tisch“ eine Lösung zu finden.

Es gibt jetzt schon sehr viele Veränderungen, die der Bau des Teslawerkes mit sich bringt. Wir wünschen uns, dass Sie unser Konzept in Ihre Überlegungen einbeziehen, um uns als Anwohnern ein Stück unserer gewählten Heimat und auch der Wohn- und Lebensqualität zu erhalten. Wir wohnen gern in Freienbrink, fühlen uns mit dem Ort verbunden und hier zu Hause.

Abbildung 1: „Einkesselung“ des Ortes Freienbrink

Abbildung 2: Lösungsansatz Beschilderung und Anliegerstr.

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